Bildungsforum – Lernen ist wie atmen

Viele Familien suchen neue Wege, um für ihre Kinder gute Bildung zu ermöglichen und sie wertschätzend zu begleiten. Sie möchten diesen Weg selbstbestimmt mit und ohne Schule gehen. Dafür braucht es regelmäßigen Austausch über Ideen, Sorgen und Nöte und vor allem neue Konzepte. Alle Eltern, LehrerInnen und sonst an Bildung interessierte Menschen sind herzlich eingeladen sich zu beteiligen und diese Prozesse zu begleiten.

Termine: jeden 2-ten Donnerstag im Monat um 18.30 Uhr

14.04. Sich selbstbestimmt bilden – Freilernen

Heike und Matthias Müller berichten wie sie ihre drei Söhne auf dem Weg der selbstbestimmten Bildung begleiten und unterstützen. Dabei setzten sie sich mit verschiedensten Ansichten und Bedenken von Familie und Behörden auseinander. Wie haben sie das gemacht und was können sie uns heute mit auf den Weg geben?

12.05. Sich selbstbestimmt bilden – Dafür bist du noch zu jung!

Julita Decke – Mitinitiatorin des Projektes Lernortverbund – und Mitglied des BVNL spricht über Adultismus, eine subtile, für viele kaum bewusste Form der Diskriminierung junger Menschen

09.06.: Sich selbstbestimmt bilden – und 1000 Fragen?: Kristin Lehmann ist als Mutter von drei sich selbstbestimmt bildenden jungen Menschen und Vorstandsfrau des BVNL e.V. schon seit Jahren mit dem Thema „Selbstbestimmung in der Bildung“ vertraut. Im Bundesverband Natürlich Lernen e.V. setzt sich seit fast 20 Jahren für dafür ein.

Der BVNL e.V. möchte mit LehrerInnen, Eltern, SchülerInnen und StudentInnen das jahrhunderte alte Bildungssystem gemeinsam grundlegend überarbeiten und Möglichkeiten aufzeigen, wie selbstbestimmte Bildung und natürliches Lernen funktionieren können. Wir setzen uns auf Basis der freiheitlich-demokratischen Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland dafür ein, dass jeder Mensch seinen eigenen Bildungsweg frei wählen darf. Die selbstbestimmte Bildung außerhalb von Schulen, könnte neben den freien und den staatlichen Schulen die dritte Säule eines dynamischen pluralistischen Bildungssystems werden, dass jedem Menschen sein Recht auf lebenslange Bildung garantiert. Der Verein bestärkt mit seiner Arbeit Familien, die junge Menschen in ihrer eigenen freien Bildungsentscheidung begleiten. Wir beraten pädagogische Fachkräfte und Ämter, um diese freien Entscheidungen der SchülerInnen und StudentInnen akzeptieren und aktiv unterstützen zu können.

14.07.  Freinet – von der Pädagogik zur Beziehung: An diesem Termin nimmt uns Stefan Posselt, Freinetpädagoge und Lehrer an der freien Landschule in Döbeln, mit auf eine Reise in die Welt der Freinetpädagogik.

Freinetpädagogik ganz kurz: Der lehrerorientierte Unterricht wird durch selbstbestimmten Schülerunterricht ersetzt. Die Klasse ist als Kooperative oder Genossenschaft eingerichtet und die Schüler und Lehrer haben im bestimmenden Gremium, dem Klassenrat, jeder eine Stimme. Die Kinder bestimmen selbst, was sie lernen wollen, regeln selbst, mit wem sie dabei zusammenarbeiten und welche Zeit sie dazu brauchen. Vor der Klassengemeinschaft berichten sie über ihre Arbeit. Dabei wird der lehrerzentrierte Unterricht durch selbständiges Arbeiten, Exkursionen und Erkundungen ersetzt. Die Schuldruckerei spielt auch eine wesentliche Rolle. Damit können die Schüler eigene Texte setzen und Klassenzeitungen oder auch Bücher produzieren. Obgleich sich die Erstellung von Drucksachen mit dem Einsatz von Computern in der heutigen Zeit (scheinbar) vereinfacht hat, ersetzen diese keine Schuldruckerei, da (bloßer) Computereinsatz das Erfahrungslernen in den Bereichen Kreativität und Umgang mit Schrift und Sprache erschweren kann.
Da bei der Freinet-Pädagogik die Kinder selbständig, und verschiedene Kinder an verschiedenen Themen arbeiten, wirkt sich dies auf die Gestaltung des Klassenzimmers aus. Durch das Abtrennen von Ecken des Klassenzimmers entstehen eigentliche, themenorientierte Arbeitsecken oder Ateliers. Des Weiteren fördert die Freinet-Pädagogik Korrespondenz zwischen Klassen, die Bücher, Zeitungen und Dokumente austauschen. Dieser Austausch schließt auch den Austausch von Ideen zwischen Lehrern mit ein. Die Korrespondenz ist ebenfalls eine der Institutionen der Klassenkooperative. Vor allem werden Arbeitsergebnisse ausgetauscht und Anfragen der Korrespondenzklasse(n) beantwortet.

18.08.  Jung und Alt versammelt sich – Fröhlicher Abend im Garten mit Essen, trinken, quatschen: Zu diesem Abend sind auch alle Söhne und Töchter jeden Alters eingeladen, sofern diese das wollen.

Und: Bitte bringt alle etwas für das „Bring-Mit-Buffet“ mit und natürlich Zeit und gute Laune.

15.09.  (Thema wird noch erstellt)